Finale in der Eifel: Kempenich bildet den Schlusspunkt der DEC- und Pokal-Saison 2026

Wenn am Sonntag um 8:00 Uhr in Kempenich die ersten Teilnehmer auf die Strecke gehen, endet für den Deutschen Enduro Cup (DEC) und den Deutschen Enduro Pokal eine weitere Saison. Mit der Mittelrheinischen ADAC Geländefahrt wartet zum Abschluss ein echter Klassiker des deutschen Geländesports. Die Veranstaltung blickt auf eine lange Geschichte zurück und verbindet anspruchsvollen Endurosport mit einer Region, in der die Begeisterung für den Motorsport fest verankert ist.

Der MSC Kempenich e.V. im ADAC wurde 1953 gegründet und richtet die Geländefahrt in diesem Jahr zum 74. Mal aus. Ihre Ursprünge liegen in der Hocheifel-Fahrt. Anfang der 1960er-Jahre wurde die Mittelrheinische ADAC Geländefahrt aufgrund von Genehmigungsproblemen von Koblenz nach Kempenich verlegt. Seit 1963 ist die Veranstaltung dort zu Hause. Besonders stolz ist der Verein darauf, dass sie über Jahrzehnte hinweg ohne Unterbrechung stattfinden konnte. Motorräder, Organisation und Sicherheitsanforderungen haben sich seitdem verändert, doch die familiäre Atmosphäre und die enge Verbundenheit mit der Region sind geblieben.

55 Kilometer und zwei Sonderprüfungen zum Saisonabschluss

Sportlich erwartet die Teilnehmer eine abwechslungsreiche Runde über rund 55 Kilometer. Die Strecke führt überwiegend über Feld- und Waldwege, ergänzt durch kurze Straßenabschnitte. Dabei kommt es nicht allein auf Geschwindigkeit an. Unterschiedliche Untergründe, technische Passagen und enge Waldabschnitte verlangen Konzentration und eine saubere Fahrweise.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf einem Waldstück auf der ersten Etappe vom Start zur ersten Sonderprüfung. Mit seinen Ecken und Tücken bietet es bereits früh Gelegenheit, fahrerisches Können unter Beweis zu stellen.

Insgesamt stehen zwei Sonderprüfungen auf dem Programm, die jeweils ihren eigenen Charakter mitbringen. Die erste Prüfung in der Sandgrube Engeln ist traditionell das Herzstück der Veranstaltung. Wechselnde Untergründe und zahlreiche Höhenunterschiede sorgen für Abwechslung und fordern die Teilnehmer auf unterschiedliche Weise. Da in der Sandgrube weiterhin Sand abgebaut wird, verändert sich der Prüfungsverlauf von Jahr zu Jahr leicht.

Auch für Zuschauer ist die Sandgrube besonders attraktiv. Von dort aus lassen sich zahlreiche Passagen gut überblicken, sodass sich das Geschehen aus nächster Nähe verfolgen lässt. Wer den Saisonabschluss in Kempenich besucht, sollte sich diese Prüfung daher nicht entgehen lassen.

Die zweite Sonderprüfung führt überwiegend über Acker- und Wiesenflächen. Ein kurzes Waldstück im Bereich von Start und Ziel ergänzt den klassischen Prüfungsaufbau. Vor allem bei feuchten Bedingungen kann diese Prüfung zur Herausforderung werden: Wird der Acker rutschig, sind Gefühl am Gas, eine gute Linienwahl und eine kontrollierte Fahrweise gefragt. Die Sandgrube zeigt sich dagegen vergleichsweise unempfindlich gegenüber Nässe.

Die Streckenführung bleibt gegenüber dem Vorjahr weitgehend unverändert. Größere Anpassungen sind aufgrund der Genehmigungsvorgaben nicht möglich. Damit erwartet die Teilnehmer eine bewährte Runde, auf der insbesondere die unterschiedlichen Bedingungen der beiden Sonderprüfungen den Ausschlag geben können.

Kim Irmgartz vor ihrem ersten Enduro-Einsatz

Neben den regionalen Teilnehmern richtet sich die Aufmerksamkeit des veranstaltenden MSC Kempenich auch auf Kim Irmgartz aus der Grafschaft. Die im Motocross erfolgreiche Sportlerin wird in Kempenich erstmals bei einer Veranstaltung auf einer Enduro-Maschine antreten. Ihr erster Enduro-Einsatz verspricht eine interessante sportliche Herausforderung.

Für den gastgebenden Verein stehen außerdem die Fahrer aus der Region und die eigenen Vereinsmitglieder im Fokus. Vor heimischem Publikum wollen sie sich beim Saisonabschluss noch einmal von ihrer besten Seite zeigen.

Für die Teilnehmer des DEC und des Deutschen Enduro Pokals ist Kempenich die letzte Gelegenheit des Jahres, mit einer starken Leistung einen sportlichen Schlusspunkt zu setzen. Die Veranstaltung bietet dabei noch einmal die typische Mischung aus Ausdauer, Technik und fahrerischem Geschick, die den Endurosport auszeichnet.

Ohne Helfer keine Mittelrheinische

Eine Veranstaltung dieser Größenordnung lässt sich nur gemeinsam auf die Beine stellen. Wie in jedem Jahr gehört es zu den größten Herausforderungen des MSC Kempenich, ausreichend ehrenamtliche Helfer für die zahlreichen Aufgaben rund um die Geländefahrt zu gewinnen. Hinzu kamen in diesem Jahr Verzögerungen bei den Vorbereitungen: Arbeiten in der Sandgrube konnten zunächst nicht wie geplant durchgeführt werden, und auch Bauarbeiten auf den Ackerflächen erschwerten die Organisation. Der Verein ist jedoch zuversichtlich, die notwendigen Arbeiten rechtzeitig zum Rennwochenende abschließen zu können.

Ein besonderer Dank des MSC Kempenich gilt Tomek Olszewski, dem Besitzer der Sandgrube, sowie Albert Groß, der die Ackerflächen für die zweite Sonderprüfung zur Verfügung stellt. Ebenso bedankt sich der Verein bei den Ortsgemeinden Kempenich, Spessart, Oberdürenbach und Niederdürenbach, der Feuerwehr, dem DRK sowie allen Helfern und Sportwarten.

Die Unterstützung der Grundstückseigentümer und Gemeinden ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass die Mittelrheinische in dieser Form stattfinden kann. Für den MSC Kempenich hat die Veranstaltung eine große Bedeutung: Neben der Rallye Kempenich zählt sie zu den wichtigsten Terminen im Vereinskalender und prägt das Vereinsleben ebenso wie die Verbindung der Region zum Motorsport.

Wichtige Hinweise für Teilnehmer

Das Fahrerlager in Kempenich öffnet am Freitag um 11:00 Uhr und befindet sich auf einer öffentlichen Straße. Es muss spätestens am Montag um 10:00 Uhr vollständig geräumt sein. Für die Teilnehmer des DEC-Laufs werden erneut Teamboxen eingerichtet, um die Abläufe vor Ort zu erleichtern.

Das Fahrerlager darf ausschließlich auf der ausgewiesenen Straße genutzt werden. Der EDEKA-Parkplatz ist ausdrücklich kein Servicebereich. Wer dort beim Tanken oder Schrauben angetroffen wird, muss mit der Herausnahme aus der Wertung rechnen.

Alle Teilnehmer werden gebeten, ihren Müll mitzunehmen und die genutzten Flächen sauber zu hinterlassen. Auf der Strecke sind zudem unbedingt die ausgeschilderten Wege einzuhalten. Kurven dürfen nicht abgekürzt werden, um Flurschäden zu vermeiden und die Durchführung der Veranstaltung auch in Zukunft zu ermöglichen.

Abendbüfett am Samstag: Fahrer, Helfer, Teams und Freunde des Endurosports sind herzlich zum gemeinsamen Abendbüfett in der Leyberghalle eingeladen. Der Preis beträgt 22,50 Euro pro Person. Anmeldungen sind per E-Mail an caspersralf5gmail.com möglich.

Endurosport hautnah erleben

Zuschauer finden insbesondere an der Sandgrube Engeln gute Möglichkeiten, das Renngeschehen aus nächster Nähe zu verfolgen. Wechselnde Untergründe und Höhenunterschiede sorgen dort für abwechslungsreiche Passagen, während die gute Übersicht zahlreiche Einblicke in das sportliche Geschehen ermöglicht. Auch an den Zufahrtswegen zu den Sonderprüfungen lohnt sich ein Halt.

Der MSC Kempenich freut sich über zahlreiche Besucher, die die Teilnehmer entlang der Strecke unterstützen und für die passende Atmosphäre beim Saisonabschluss sorgen.

Ein würdiger Abschluss für die Enduro-Saison 2026

Mit der 74. Mittelrheinischen ADAC Geländefahrt endet am Sonntag die Saison für den Deutschen Enduro Cup und den Deutschen Enduro Pokal. Der MSC Kempenich möchte den Teilnehmern noch einmal eine abwechslungsreiche Veranstaltung bieten, bei der sportliche Herausforderungen, Fairness und die Freude am Endurosport im Mittelpunkt stehen.

Der Verein wünscht sich einen reibungslosen Renntag ohne besondere Vorkommnisse und appelliert an alle Teilnehmer, die Streckenvorgaben einzuhalten und verantwortungsvoll mit den genutzten Flächen umzugehen.

Am Sonntag ab 8:00 Uhr ist es so weit: Die Mittelrheinische ruft zum letzten Saisonlauf. Der MSC Kempenich lädt Fahrer, Teams und Zuschauer herzlich in die Eifel ein, um gemeinsam einen traditionsreichen Klassiker und den Abschluss der DEC- und Pokal-Saison zu erleben.

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