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Kempenich – Jan Schäfer Gesamtschnellster, Maximilian Wills siegt im B-Championat

Die 68. Mittelrheinische ADAC-Geländefahrt Kempenich erhielt in diesem Jahr von allen Seiten viel Lob. Und das zu Recht!

Der ADAC Mittelrhein und der MSC Kempenich e.V. im ADAC haben trotz äußerst schwieriger Rahmenbedingungen eine super Veranstaltung auf die Beine gestellt. Höchstnoten gab es vor allem für die beiden Sonderprüfungen, die den Aktiven mit ihrer Vielzahl an Anforderungen durchweg ein breites Grinsen ins Gesicht zauberten.

Gesamtschnellster wurde Jan Schäfer, der seine aktive Karriere vor zwei Jahren beendet hat und nur noch sporadisch an ausgewählten Veranstaltungen teilnimmt. Dass er aber nichts von seinem Können eingebüßt hat, bewies er nur zu eindrucksvoll. „Am Ende musste ich dann doch noch einmal richtig kämpfen, um vorn zu bleiben“, gesteht der KTM-Fahrer, der die Attacken des immer stärker aufkommenden Yanik Spachmüller aber noch abwehren konnte. Am Ende trennten die beiden Top-Fahrer, bei genau einer Stunde Prüfungszeit, gerade einmal zehn Sekunden. „Es war eine tolle Veranstaltung, die sehr viel Spaß gemacht hat. Die Prüfungen waren auch top“, streut ein sichtlich zufriedener Jan Schäfer den Organisatoren Blumen.

Maximilian Wills war im B-Championat-und logischerweise auch in seiner Klasse E1B- erneut nicht zu stoppen. Zwar lag er nach der ersten Runde etwas zurück, wovon er sich aber nicht aus der Ruhe bringen ließ. „Zu Beginn waren in den Tests noch keine Rillen oder Anlieger, was es etwas schwierig machte. Doch ab der zweiten Runde konnte ich voll attackieren. Ich habe Druck gemacht und konnte mich rasch an die Spitze setzen“, strahlt der Husqvarna-Fahrer über das ganze Gesicht und ergänzt, „es hat wirklich riesigen Spaß gemacht, endlich einmal wieder ein Rennen auf Hartboden zu fahren. Vor allem der Boden in der ersten Prüfung war grandios, richtig schön klebrig, einfach ideal zu fahren!“

Gesamtrang zwei belegte Mark Risse, der ebenfalls unterstrich, dass er trotz mehrjähriger Abstinenz nichts verlernt hat. „Naja“, relativiert der TM-Fahrerin seiner typischen Art, „wenn ich die Zeiten von Yanik Spachmüller in der Lavasandgruben-Prüfung anschaue, bin ich doch schon ein Stück weiter weg.“ Zudem durfte er sich über den Klassensieg in der E3B freuen. Das Podest im B-Championat komplettierte Marvin Dietermann, ein gänzlich neues Gesicht im Endurosport, der zudem die Klasse E2B gewann. „Ja, das war mein erstes Rennen. Normalerweise fahre ich Motocross. Es hat viel Spaß gemacht. Nicht ausgeschlossen, dass ich wieder komme.“

Der Sieg in der Jugend-Kategorie ging an Nils Teegen, der zudem starker Vierter im B-Championat wurde. „Es war ein guter Tag. Zunächst bin ich auf Nummer sicher gegangen, da mir bei derartigen Bodenverhältnissen noch etwas die Erfahrung fehlt“, berichtet der KTM-Fahrer, der in diesem Jahr seine erste komplette Saison im DSMB-Enduro-Cup bestreitet und eher auf sandigem Terrain zu Hause ist. „Ab der zweiten Runde hatte ich dann das Vertrauen und konnte angreifen“, freut sich der Youngster, der folglich mit seinem Resultat überaus zufrieden war.

Weitere Tagessiege gingen an Dirk Peter (Senioren), Mario Grimm (Super-Senioren) und Rolf Nickolai (Klassik). Bei den Damen gewann Auftakt-Siegerin Tanja Schlosser, die sich von ihrer zwischenzeitlichen Verletzung gut erholt zeigte. In der prädikatsfreien Junioren-Klasse hatte am Ende Mike Kunzelmann die Nase vorn.