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DEM Rehna: Tagessieg für Hamish MacDonald

Mit „Rund um Rehna“ startete die Internationale Deutsche Enduro Meisterschaft so spät wie noch nie zuvor in die Saison. Umso größer war die Vorfreude auf das, mit Spannung erwartete, erste Kräftemessen des Jahres. Werden wieder die Etablierten den Ton angeben oder sind es die Youngster, die sich besser in Szene setzen können?

Diese Frage wurde in der ersten von vier Runden recht eindeutig zum Vorteil der Jugend entschieden. Der Neuseeländer Hamish MacDonald, im Vorjahr Youth-Weltmeister in der EnduroGP, konnte in den ersten beiden Tests bereits einen Vorsprung von einer halben Minute auf Davide von Zitzewitz herausfahren. Der wiederum lag seinerseits zehn Sekunden vor dem überraschend starken Tilman Krause, während sich der amtierende Champion Dennis Schröter vorerst an sechster Position einreihte. „Ich konnte in der ersten Runde noch meine eigene Linie wählen und Spuren kreuzen, das kam mir sehr entgegen“, berichtet Hamish MacDonald, der in der DEM-Startreihenfolge, da keine Championatspunkte aus dem Vorjahr, erst weiter hinten auf die Strecke ging. Sicherlich ein Vorteil, da die Tests schon etwas eingefahren waren, dennoch muss man dieses Plus auch zu nutzen wissen.

Der Neuseeländer brauchte dann seinen Vorsprung eigentlich nur noch zu verwalten. Doch leicht wurde das dem Sherco-Werksfahrer keineswegs gemacht. Davide von Zitzewitz ließ nicht locker und rang dem 21-Jährigen drei Bestzeiten ab. Allerdings war das am Ende zu wenig, die erste Runde hatte tatsächlich den entscheidenden Vorsprung gebracht. „Es nervt mich schon ein wenig, das ich nicht oben stehe“, so der Kommentar des Vorjahressiegers mit einem Augenzwinkern, der letztlich souveräner Zweiter wurde, „aber ich bin dennoch mega zufrieden. Ich hatte eine fast fehlerfreie Fahrt und eine Menge Spaß. Ich freue mich schon auf das kommende Rennen, wenn ich mit Hamish in einer Minute starte und wir so direkt bei gleichen Bedingungen fahren.“

Dennis Schröter kämpfte sich mit einer Energieleistung ins Geschehen zurück und wurde Tagesdritter. „Ich war heute irgendwie nicht ganz bei der Sache. Mehr war leider nicht drin. Was die beiden da vorn geboten haben, verdient schon Anerkennung“, zeigt sich der Husqvarna-Fahrer sehr sportlich, der sich zwischenzeitlich auch ein enges Duell mit Edward Hübner lieferte. Der Sachse wird letztlich undankbarer Vierter. Die Top Fünf in der Championatswertung wird von Andreas Beier komplettiert, dahinter folgt  Tilman Krause auf Rang sechs.

Großer Respekt gebührt nicht nur allen Teilnehmern, die teilweise über neun Stunden auf dem Motorrad saßen und dabei mehr als eine Stunde Prüfungszeit zu absolvieren hatten, sondern auch dem MC Rehna e.V. im ADAC. Der Verein hat mit all seinen Helfern einen großartigen Job gemacht! Gerade unter den, in diesem Jahr so ungewöhnlichen Voraussetzungen eine derartige Veranstaltung zu stemmen, verdient höchste Anerkennung. Entsprechend positiv fiel auch die Resonanz bei den Teilnehmern aus.