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Rund um Dahlen - Tag 1: very british...

...womit aber nicht das Wetter gemeint ist, denn es schien durchweg die Sonne, sondern vielmehr die beeindruckende Performance der Herren aus Großbritannien. Steve Holcombe, amtierender EnduroGP-Weltmeister hielt auch beim Saisonstart das Zepter fest in der Hand und siegte mit über einer Minute Vorsprung auf seine Landsleute Daniel McCanney und Brad Freeman.

Morgen geht es nun noch einmal für drei Runden ins Gelände. Die Tests waren bereits heute gegen Ende teils extrem ausgefahren, so dass es für die Fahrer noch einmal ein echt harter Tag werden wird. Die Wetterprognose verspricht leichte Verschlechterung. Also dann vielleicht doch wirklich alles "very british?"

Erstmals wurde auch der FIM Open-Cup ausgetragen, in welchem Robert Riedel als Zweiter in der 4-Takt-Kategorie und Nico Rambow als Dritter in der 2-Takt-Klasse für das Highlight aus deutscher Sicht sorgten. "Natürlich ist es schön bei der Premiere, auf dem Treppchen zu stehen. Nur wäre heute sogar noch mehr möglich gewesen", ärgert sich Nico dennoch ein wenig, der durch einen Sturz im Meltewitzer Enduro-Test viel Zeit liegen ließ.

Andreas Beier landete auf dem zweiten Championatsrang, den er aber teuer und vor allem sehr schmerzhaft bezahlte. "Ich habe mich gut gefühlt und war gut im Rhythmus. Doch dann hat es mich gleich zweimal im ersten Enduro-Test in die Bäume gedroschen. Bei einem Abflug habe ich mir den Oberschenkel extrem angehauen", verzieht Andi schmerzgeplagt das Gesicht, der sich jedoch nicht davon abhalten lässt, morgen wieder auf das Motorrad zu steigen. Für Davide von Zitzewitz begann der Tag weniger glücklich. "Gleich im ersten Test und dazu noch am ersten Hindernis ging mir der Motor aus. Auch der folgende Enduro-Test lief weniger glücklich und auf dem Weg nach Meltewitz hatte ich mich so im Schlamm festgefahren, dass ich schon dachte, gleich muss mich jetzt hier der Traktor raussziehen", schüttelt Davide den Kopf. "Zum Glück konnte ich gegen Ende noch Boden gutmachen." Damit war auch die Frage der einzelnen DEM-Klassensieger geklärt. Schröter (E3), Beier (E1) und von Zitzewitz (E2), während in der Junioren-Kategorie Luca Fischeder seinen zweiten Saisonsieg einfuhr. Der junge Sherco-Fahrer war zudem in der hart umkämpften Youth-Klasse am Start und belegte dort mit Rang zwölf einen Platz im Mittelfeld.

Schnellster deutscher WM-Starter wurde Dennis Schröter auf Gesamtrang achtzehn und guter Sechster in der E3. "Mit diesem Ergebnis kann ich natürlich gut leben. Allerdings muss ich auch gestehen, dass ich ziemlich geschafft bin", bilanziert Dennis, "Die knappen Etappenzeiten spielen einen schon kaputt. Aber gut, es ist hier eben eine WM."

Ergebnis der Deutschen Enduro-Championatswertung:

  • Dennis Schröter - Husqvarna
  • Andreas Beier - KTM
  • Davide von Zitzewitz - KTM
  • Edward Hübner - KTM
  • Angus Heidecke - KTM
  • Robert Riedel - KTM
  • Björn Feldt - KTM
  • Christian Brockel - KTM
  • Chris Gundermann - Yamaha
  • Paul Roßbach - KTM