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Angus Heidecke gewinnt Schlammschlacht!

Während der Wettergott gestern noch einigermaßen ein Einsehen mit dem Enduro-Völkchen hatte, öffnete er heute nun die Schleusen. So schüttete es über den gesamten Tagesverlauf, was den zweiten Wertungstag, trotz verkürzter Etappe in der dritten Runde, zu einem echten Härtetest werden ließ.

Davon sichtlich unbeeindruckt zeigte sich Angus Heidecke. Der KTM-Fahrer fuhr erneut in der ersten Runde einen komfortablen Vorsprung heraus und ließ sich, im Gegensatz zu gestern, nicht mehr von seinem Verfolger Dennis Schröter einholen. Damit krönte der ehemalige Motocross-WM-Fahrer seinen überaus erfolgreichen Umstieg in den Endurosport! „Die erste Runde war wieder richtig gut und auch danach lief es deutlich besser als gestern. Ich habe heute versucht, andere Spuren zu wählen und alles gesetzt“, so der Tagessieger über sein Erfolgsrezept.

Dennis Schröter war trotz des verpassten Sieges dennoch sehr zufrieden. „Die erste Runde war leider nicht ganz so gut, da habe ich zu viel Zeit liegen gelassen. Ab Runde zwei bin ich deutlich besser reingekommen und alles passte wieder. Rang zwei ist ein super Resultat“, freute sich der Husqvarna-Fahrer, der im Nachsatz augenzwinkernd über den neuen Konkurrenten meinte, „endlich ist mal einer da!“

Den dritten Tagesrang eroberte im letzten Moment Edward Hübner. Gestern noch etwas unter Wert geschlagen, blühte dieser heute bei den schwierigen Bedingungen förmlich auf. Im letzten Enduro-Test gelang Hübner nochmals eine Fabelzeit und die reichte, Davide von Zitzewitz noch knapp abzufangen. „Ich habe im letzten Test noch einmal alles gesetzt und bin extrem froh, das es so aufgegangen ist“, zeigte sich Edward Hübner sichtlich erleichtert. Letztlich machten nur 0,85 Sekunden den Unterschied und auch der Fünftplatzierte Robert Riedel lag nur um weitere winzige 0,17 Sekunden zurück!

Der dritte Platz im Championat ging allerdings an Davide von Zitzewitz. Der E2-Vizemeister zeigte sich mit seiner Leistung ganz zufrieden. „Der Enduro-Test lief richtig gut. Nur im Tiefsand hatte ich stellenweise das Gefühl, hier geht noch mehr“, so das Resümee des KTM-Fahrers, der in der E2-Wertung ganz oben stand.

Während es für Dennis Schröter, dem amtierenden E3-Meister alles nach Plan lief, hatten die anderen beiden Titelverteidiger einen recht durchwachsenen Start in die neue Saison. Edward Hübner beraubte sich durch einen heftigen Abflug im ersten Enduro-Test sämtlicher Chancen auf ein Spitzenresultat. „Mein Motorrad lag danach irgendwo im Wald“, seufzte der KTM-Fahrer, der so bereits in der ersten Runde einen großen Rückstand mit sich herum zu schleppen hatte. Zwar konnte er noch Plätze gut machen, doch mehr als Rang vier hinter von Zitzewitz sowie den beiden glänzend aufgelegten Christan Brockel und Björn Feldt, war für den Sachsen nicht mehr drin.

Andreas Beier handelte sich am Ende der letzten Runde eine Strafminute ein, welche er nur mit „so etwas kann mal passieren, sollte aber eigentlich nicht“ kommentierte. Da auch Jonathan Rossé vom Pech verfolgt war und durch Kupplungsdefekt ausfiel, schlug die große Stunde von Yanik Spachmüller. Der KTM-Fahrer sicherte sich seinen ersten DEM-Sieg und strahlte im Anschluss über das ganze Gesicht. „Als mir zwei Fahrerkollegen Ende der zweiten Runde berichteten, das ich vorn liege, wollte ich es zunächst gar nicht richtig glauben. Ich habe mich davon aber nicht verrückt machen lassen und einfach mein Bestes gegeben“, freute sich der Franke. Der Sieg in der Junioren-Kategorie ging an Luca Fischeder, gefolgt von Christian Illidi und Kevin Nieschalk. <br/>

Ergebnis der Deutschen Enduro-Championatswertung:

  • Angus Heidecke - KTM
  • Dennis Schröter - Husqvarna
  • Edward Hübner - KTM
  • Davide von Zitzewitz - KTM
  • Robert Riedel - KTM
  • Christian Brockel - KTM
  • Björn Feldt - KTM
  • Andreas Beier - KTM
  • Paul Roßbach - KTM
  • Florian Görner - KTM