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Dennis Schröter behält knapp die Oberhand!

Der erste Tag in Uelsen hatte gleich einiges zu bieten! Angefangen beim Aprilwetter mit stellenweisem Sonnenschein, aber auch heftigem Regen und orkanartigen Sturmböen, über eine recht attraktive Etappenführung mit einigen neuen Abschnitten und zwei gänzlich unterschiedlichen Sonderprüfungen. Und nicht zuletzt mit einem packenden Duell um den Tagessieg sowie dem einen oder anderen Ergebnis, das so im Vorfeld nicht zu erwarten war!

Das erste Ausrufezeichen des Tages setzte Newcomer Angus Heidecke, der in der Tiefsand-Prüfung gleich die absolute Bestzeit markierte. Und auch im zweiten Test, welcher sich technisch anspruchsvoll durch einen Wald schlängelte, ärgerte der KTM-Fahrer mit einer erstklassigen Fahrt abermals die Konkurrenz.

Spätestens zu diesem Zeitpunkt war Dennis Schröter richtig angestachelt. Der amtierende Champion wollte sich die Butter nicht so leicht vom Brot nehmen lassen und sicherte sich die folgenden zwei Bestzeiten. In der letzten Runde gelangen Schröter, wie auch Heidecke, je eine Top-Zeit, doch der Meister behielt letztlich mit sechs Sekunden Vorsprung knapp die Oberhand über den Newcomer. „In der zweiten Runde war ich dann richtig bissig. Ab da lief es. Im Wald-Test musste man schon etwas Mut mitbringen und das ich im Sand schnell fahren kann, habe ich ja oft genug bewiesen“, schmunzelt ein sichtlich zufriedener Dennis Schröter, der folglich auch den E3-Tagessieg, vor Heidecke und dem äußerst stark auftretenden Paul Roßbach einfuhr.

Der dritte Platz im Championat ging allerdings an Davide von Zitzewitz. Der E2-Vizemeister zeigte sich mit seiner Leistung ganz zufrieden. „Der Enduro-Test lief richtig gut. Nur im Tiefsand hatte ich stellenweise das Gefühl, hier geht noch mehr“, so das Resümee des KTM-Fahrers, der in der E2-Wertung ganz oben stand.

Während es für Dennis Schröter, dem amtierenden E3-Meister alles nach Plan lief, hatten die anderen beiden Titelverteidiger einen recht durchwachsenen Start in die neue Saison. Edward Hübner beraubte sich durch einen heftigen Abflug im ersten Enduro-Test sämtlicher Chancen auf ein Spitzenresultat. „Mein Motorrad lag danach irgendwo im Wald“, seufzte der KTM-Fahrer, der so bereits in der ersten Runde einen großen Rückstand mit sich herum zu schleppen hatte. Zwar konnte er noch Plätze gut machen, doch mehr als Rang vier hinter von Zitzewitz sowie den beiden glänzend aufgelegten Christan Brockel und Björn Feldt, war für den Sachsen nicht mehr drin.

Andreas Beier handelte sich am Ende der letzten Runde eine Strafminute ein, welche er nur mit „so etwas kann mal passieren, sollte aber eigentlich nicht“ kommentierte. Da auch Jonathan Rossé vom Pech verfolgt war und durch Kupplungsdefekt ausfiel, schlug die große Stunde von Yanik Spachmüller. Der KTM-Fahrer sicherte sich seinen ersten DEM-Sieg und strahlte im Anschluss über das ganze Gesicht. „Als mir zwei Fahrerkollegen Ende der zweiten Runde berichteten, das ich vorn liege, wollte ich es zunächst gar nicht richtig glauben. Ich habe mich davon aber nicht verrückt machen lassen und einfach mein Bestes gegeben“, freute sich der Franke. Der Sieg in der Junioren-Kategorie ging an Luca Fischeder, gefolgt von Christian Illidi und Kevin Nieschalk. <br/>

Ergebnis der Deutschen Enduro-Championatswertung:

  • Dennis Schröter - Husqvarna
  • Angus Heidecke - KTM
  • Davide von Zitzewitz - KTM
  • Christian Brockel - KTM
  • Björn Feldt - KTM
  • Edward Hübner - KTM
  • Robert Riedel - KTM
  • Paul Roßbach - KTM
  • Yanik Spachmüller - KTM
  • Andreas Beier - KTM