Veranstaltungen 2018

Deutscher Enduro Cup

AUSSCHREIBUNG
Nennschluss: 09.09.2018

GPS-Daten:
53.840674, 9.942125
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Deutsche Enduro Meisterschaft

AUSSCHREIBUNG
Nennschluss: 23.09.2018

GPS-Daten:
49.810104, 11.220125


10.03.2018 - Tucheim
23.09.2018 - Kaltenkirchen
07.10.2018 - Streitberg
13.-14.10.2018 - Woltersdorf
21.10.2018 - Kempenich
27.10.2018 - Zschopau

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(Stand: 16.07.2018)

 
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EnduroGP: Alex Salvini führt zur Halbzeit!
Jan Allers mit Achtungserfolg

Die vierte von insgesamt acht Stationen der diesjährigen Enduro-Weltmeisterschaft war eine ganz besondere. Denn zum ersten Mal gastierte die EnduroGP in Estland! Austragungsort war kein geringerer als die Hauptstadt Tallinn, was ebenfalls ein absolutes Novum ist. Noch nie in der langjährigen Geschichte der Enduro-Weltmeisterschaft wurde ein Lauf direkt in der Hauptstadt eines Landes ausgetragen. Das Parc Ferme in Tallinn befand sich direkt auf dem "Lauluväljak"-Gelände, einer riesigen Festbühne, auf welcher alle fünf Jahre 30000 Sänger, 10000 Tänzer und hunderttausende Besucher aufeinander treffen.
Natürlich waren beim abendlichen Super-Test bei weitem nicht so viele Besucher vor Ort auf den Rängen. Dennoch waren sie gut gefüllt und die Zuschauer erlebten packende Action auf dem direkt vor der Festbühne aufgebauten Parcours. Als Gesamtschnellster ging überraschend der Italiener Thomas Oldrati hervor. Jan Allers, einziger Deutscher im Feld, sicherte sich mit Rang zwölf einen Platz im Mittelfeld der Youth-Klasse.


Blick von der Tribüne auf den Super-Test-Parcours

An beiden Tagen ging es zunächst über eine Zubringeretappe einige Kilometer hinaus aus der Stadt. Ab der dortigen Zeitkontrolle galt es zwei verschiedene Schleifen zu absolvieren. Die erste mit je einem Cross- und einem Extrem-Test, die zweite mit einer 10-Minuten langen Enduro-Sonderprüfung.
Am ersten Tag kristallisierte sich an der Spitze der EnduroGP-Wertung schnell eine Zwei-Klassen-Gesellschaft heraus. Titelverteidiger Steve Holcombe, Brad Freeman, Eero Remes und Alex Salvini fuhren weit vornweg, während der Rest bereits mit Minuten-Abstand folgte. Holcombe sah schon fast wie der Sieger aus, bevor er durch Sturzpech gegen Ende die Führung an seinen Landsmann Freeman abgeben musste. Der amtierende Junioren-Weltmeister behielt kühlen Kopf, verteidigte seine Spitzenposition bis ins Ziel und durfte sich so über seinen ersten Sieg in der EnduroGP-Wertung freuen. Remes drehte am Ende noch einmal mächtig auf und schob sich noch an Holcombe und Salvini vorbei, die am Ende die Ränge drei und vier belegten.


Brad Freeman wurde erstmals Tagesgesamtschnellster

Am zweiten Tag das gleiche Bild. Erneut dominierten die vier Herren das Geschehen, bis sich Remes vorzeitig aus dem Rennen verabschiedete. Der Finne schlug sich an einem großen Stein das Motoren-Gehäuse derart an, was eine Weiterfahrt unmöglich machte. So wurde aus dem Vier- ein Dreikampf, welcher allerdings auf höchstem Niveau und im Zehntelsekundenbereich stattfand. Am Ende hatte Salvini das bessere Ende für sich. Der Italiener siegte mit knapp zehn Sekunden Vorsprung vor Holcombe, der wiederum viereinhalb Sekunden vor Freeman lag. Der Tagesvierte Christophe Nambotin lag nochmals um fast eineinhalb Minuten hinter Freeman zurück - eine Welt im Endurosport!


Alex Salvini darf auch weiterhin das goldene Nummer-Plate des EnduroGP-Gesamtführenden behalten

Bei den Junioren holte der Franzose Theophile Espinasse am ersten Tag seinen Premieren-Sieg, während Matteo Cavallo aus Italien am zweiten Tag erfolgreich war. In der Youth-Kategorie war an beiden Tagen der Chilene Ruy Barbosa nicht zu schlagen.


Theophile Espinasse wirbelt in seinem ersten WM-Jahr schon mächtig Staub auf

Für Jan Allers hielt das Wochenende Höhen und Tiefen parat, wobei am Ende das Positive doch überwog. Vor allem der Samstag begann für den KTM-Fahrer mit der zweitschnellsten Zeit im Cross-Test äußerst verheißungsvoll. "Das war natürlich ein super Einstand. Ich war echt überrascht, aber total happy und dadurch für die kommenden Tests auch entsprechend motiviert", so Jan, der auch im anschließenden Extrem-Test bis kurz vor dem Ziel richtig gut durch kam. "Bis zum letzten Hindernis lief es richtig gut. Doch an dem dicken Baumstamm kurz vor dem Ziel bin ich viel zu schnell heran gefahren und habe so ein heftiges Salto geschlagen. Dabei wurde die Kupplungsarmatur am Lenker zum ersten Mal in Mitleidenschaft gezogen", ärgerte sich Jan über seinen Fahrfehler. "In einem Steinbruch auf der Etappe bin ich nochmals zu Sturz gekommen und da war es passiert. Die komplette Armatur war abgerissen. Ich habe diese dann notdürftig mit Kabelbinder wieder fixiert und anschließend bei der nächsten Zeitkontrolle gewechselt. Allerdings war diese Reparatur schon etwas aufwendig, da der komplette Kupplungsstrang getauscht und dabei auch der Tank abgebaut werden musste. Leider hat das alles in allem zu lang gedauert. Und da in der WM mehr als 15 Strafminuten den Wertungsausschluss bedeuten, war ich eben leider draußen." Doch anstatt sich frustriert zurück zu ziehen, zog es den 19-Jährigen an die Strecke, um sich bei den Top-Fahrern noch einiges abzuschauen.


Besonders im Cross-Test fühlte sich Jan Allers pudelwohl

Der zweite Tag lief für Jan Allers durchweg solide, vor allem die Zeiten im Cross-Test stimmten. Ein abgebrochener Schalthebel konnte ihn nur bedingt aus der Ruhe bringen. Ärgerlicher waren hingegen Situationen, in denen er im Enduro-Test auf einen gestürzten Fahrer auflief und im dichten Staub nicht überholen konnte oder im Extrem-Test an einer Auffahrt hängen blieb. "Da bin ich an einem Stein hängen geblieben und vom Gasgriff abgerutscht, so dass ich umdrehen und noch einmal von ganz unten anfahren musste. Schade, ohne diese Zwischenfälle wäre vielleicht Platz acht oder neun drin gewesen", so Jan, der sich als Zehnter dennoch über sein erstes Top-10-Ergebnis in der WM freuen konnte. "Das ist natürlich klasse und freut mich sehr. Trotz der ganzen Zwischenfälle nehme ich viel Positives mit. Ich habe wieder viel gelernt und konnte neue Erfahrungen sammeln. Ich freue mich schon auf den nächsten Lauf und hoffe, dort wieder unter die besten Zehn zu fahren."
Die WM wird in Italien mit dem Extrem-Enduro "The Wall" fortgesetzt, bei der aber nur die EnduroGP-Fahrer an den Start gehen werden. Erst beim klassischen WM-Lauf im italienischen Edolo sind alle Klassen wieder mit dabei. Es folgt noch der Grand Prix von Frankreich, der kurzerhand nach der Absage des Rennens in Großbritannien zum selben Termin in den Veranstaltungskalender aufgenommen wurde. Den Saisonabschluss bildet bekanntermaßen der Novemberpokal in Woltersdorf.


Ebenfalls vor Ort in Tallinn: Eine Delegation des MC Woltersdorf e.V.


Weitere Infos und alle Ergebnisse auf endurogp.org